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Prinzessin Kako von Akishino im Augartenpalais

Vom 15. bis zum 20. September besuchte die jüngere Tochter des japanischen Kronprinzen Fumihito Österreich. Mit der offiziellen Visite erinnerten beide Staaten an den Beginn der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich vor 150 Jahren. Im Rahmen ihres Aufenthaltes beehrte die Prinzessin auch die Wiener Sängerknaben mit einem Besuch – und bekam ein Kurzkonzert.

Hagen schildert die Begegnung: „Wir waren ziemlich aufgeregt. Keiner von uns hat je eine echte Prinzessin gesehen. Ich war ausgesucht worden, ihr gleich bei der Ankunft einen Blumenstrauß zu übergeben. Danach rannte ich schnell nach oben in den Salon, wo der Chor schon aufgestellt wartete: Ich musste ja vor der Prinzessin oben sein.

Als die Prinzessin hineinkam, war es ziemlich feierlich. Professor Wirth hielt eine kurze Ansprache, und dann sangen wir. Erst eine Motette von Maurice Duruflé. Da geht es um Schönheit, und das passte gut zu der Prinzessin. Das zweite Stück war „Zigeunerleben“ von Robert Schumann, und zum Schluss sangen wir noch „Auf Ferienreisen“ von Josef Strauss. In beiden Stücken geht es um Reisen – so ziemlich meine Lieblingsbeschäftigung. Die Prinzessin hörte aufmerksam zu. Man merkt, dass sie sich mit Musik gut auskennt. Sie klatschte, stand auf und kam auf uns zu,und dann gab sie jedem Einzelnen die Hand. Das war eine Ehre – und ein tolles Gefühl.“

Fotos: Lukas Beck