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Balduin Sulzer ist tot.

Der Komponist, Pädagoge und Theologe war einer der geistreichsten, witzigsten Künstler - nicht nur in Österreich. 420 Werke stehen zu Buch, die in aller Welt aufgeführt werden; Opern, Symphonien, Kammermusik und Vokalwerke. Auch die Wiener Sängerknaben und der Chorus Juventus singen immer wieder Sulzer.

Zu den Wiener Sängerknaben gibt es viele Verbindungen: Hans Gillesberger, künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben von 1964 bis 1986, war Sulzers Lehrer; Sulzer wiederum unterrichtete den jetzigen künstlerischen Leiter Gerald Wirth. Und war Mitglied in der Gründungskommission des Oberstufengymnasiums der Wiener Sängerknaben: Kein Wunder, dass der Chorus Juventus Sulzer gerne mag. Der bescheidene, lebenslustige und schelmische Sulzer war ein Meister der Improvisation, wie schon ein anderer Oberösterreicher: Anton Bruckner. Und der wiederum war Organist und Lehrer der Sängerknaben in der Wiener Hofmusikkapelle.

Genug gesulzt! Wir verneigen uns mit einem seiner Stücke - liebend gerne:
Veni, sancte spiritus.