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Die Wiener Sängerknaben zum Tod von Walter Nettig

Der ehemalige Präsident der Wiener Sängerknaben, Senator Kommerzialrat Professor Walter Nettig ist tot. Nettig wurde am 7. Juni 1935 in Wien geboren; als Neunjähriger kam er zu den Wiener Sängerknaben, mit denen er unter anderem Skandinavien bereiste. Walter Nettig starb unerwartet in der Nacht zum 29. September in Wien.

Nettigs Geist und Geschäftssinn spiegeln sich in seiner vielseitigen Biografie vom Sängerknaben in der unmittelbaren Nachkriegszeit zum Erntehelfer in Australien, vom Handelsstudenten in Kalifornien bis zum Unternehmer, der in Wien von 1992 bis 2004 als Wirtschaftskammerpräsident und später als Sonderbeauftragter in Wirtschaftsfragen die Geschicke der Stadt über Parteigrenzen hinweg jahrelang mitprägte. Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig würdigte Nettig als große Persönlichkeit.


Walter Nettig und die Sängerknaben

Zu den Wiener Sängerknaben hatte der kosmopolitische Unternehmer ein besonderes Verhältnis. Für ihn galt: „Einmal Sängerknabe, immer Sängerknabe“. Nach dem  plötzlichen Tod von Dr. Eugen Jesser im Jahr 2008 war Walter Nettig sofort bereit, das Ehrenamt mit seinen vielfältigen Aufgaben zu übernehmen. „Er dachte groß. Man spürte seine internationalen Erfahrungen, seine Weltoffenheit – die waren absolut zukunftsweisend“, sagt der Präsident der Wiener Sängerknaben, Professor Gerald Wirth. In Nettigs Amtszeit fielen die Errichtung und feierliche Eröffnung des Konzertsaals der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz, des MuTh, sowie die Gründung des Oberstufenrealgymnasiums für Mädchen und Burschen.

Im September 2013 übergab Nettig das Präsidentenamt an den künstlerischen Leiter der Wiener Sängerknaben. Gerald Wirth: „Wir werden Walter Nettig ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Familie.“





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