Seit 2010 sind 27 Meldungen eingegangen, die unterschiedliche Vorwürfe von der pädagogischen Atmosphäre bis hin zu Übergriffen abdecken. Jeder Vorfall wird ernst genommen, untersucht und mit den Betroffenen aufgearbeitet. Die Institution betont, dass schmerzhafte Erinnerungen Teil der Geschichte sind und die Aufarbeitung keine zeitliche Begrenzung kennt.
Die Meldungen auf unserer Hotline sind sowohl namentlich als auch anonym erfolgt; die meisten innerhalb des ersten Jahres, d. h. zwischen März 2010 und Mitte 2011, spätere Meldungen stammen von 2014, 2016 und 2021. Insgesamt sind es bisher 27 Meldungen, die den Zeitraum von 1945 bis 2000 betreffen. Die ältesten Betroffenen sind inzwischen über 85, der jüngste um die 40 Jahre alt.
Die Vorwürfe sind sehr unterschiedlich; sie betreffen etwa die damalige Atmosphäre, das Essen, die damalige Pädagogik und – sehr vereinzelt – auch psychische, physische und sexuelle Übergriffe. Wir möchten die geschilderten Zustände oder Übergriffe bewusst nicht werten, weil wir überzeugt sind, dass jede Wahrnehmung einer Belastung, einer Verletzung, eines Übergriffs Gewicht hat und ernst genommen werden muss. Natürlich muss man zwischen physischer, psychischer und sexueller Gewalt und anderen Erfahrungen differenzieren und auch, ob es sich bei dem mutmaßlichen Täter oder Tätern um andere Kinder, Jugendliche oder – schlimmstenfalls – Erwachsene handelt.